Feedback: Rückmeldungen unserer Flugschüler und aus den Flugwochen
DH 29.09, Maike - "Die Rückkehr in die „Realität“ fiel mir verdammt schwer"
Hallihallo an das ganze Papillon-Team!
Auch in der vorletzten Lüsenwoche dieses Jahres wollten noch einmal ein paar Flugverrückte den „Goldenen Oktober“ nutzen, um in den Dolomiten Sonne für den Winter zu tanken. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Außer an einem Tag konnten wir A-Schüler in der Woche vom 18.10.-25.10. jeden Tag fliegen, teils sogar durchgängig. Ich dachte mir schon nach meinem Kombikurs im Sommer: „Da muss ich wieder hin! Wie lange ist es bis zu den nächsten Ferien?“ Aber jetzt –wo ich den Schein habe-ist es noch viel schlimmer. Die Rückkehr in die „Realität“ fiel mir verdammt schwer… Gerade noch geflogen, saß ich am nächsten Tag schon wieder auf der Schulbank und das, was die vorn stehende Person sagt, hat so gar nichts mit Meteorologie, Prüfung, Positionskreisen oder Ohren anlegen zu tun. Obwohl das Ohrenanlegen bei mir in dieser Situation von ganz allein passiert. Eigentlich wollte ich mich ja krank schreiben lassen, denn Sucht ist ja bekanntlich auch eine Krankheit ;-). Und in dem Punkt habt ihr verdammt recht: Lüsen macht süchtig!
Dann noch die ganzen tollen flugbegeisterte Leute, (die mir des öfteren geholfen haben, meinen Zuckerspiegel konstant zu halten bzw. in die Höhe zu treiben –vielen Dank!); die immer ruhig und lustig bleibenden Fluglehrer auch wenn man zum hundertsten mal den gleichen Fehler macht (aber denen habe ich mein ganzes Können zu verdanken); nie müde werdende Busfahrer, die ja fast immer noch auf einen warten-notfalls geht man mit Schirm und angezogenem Gurtzeug ins Auto, und und und.
Und man kann die Prüfung tatsächlich schaffen, wenn man mit einstelligen Basisflügen angereist ist. Stress, weil man sich immer beeilen muss, um möglichst schnell wieder hoch auf die Startwiese zu kommen? Auf keinen Fall! Ich konnte es gar nicht abwarten, meinen Schirm wieder auszulegen und in der Luft Richtung Lüsen zu düsen. Nie vergessen werde ich meinen Flug am letzten Abend: ein verdammt kleines Startfenster, in dem es trotzdem noch zwei Schirme geschafft haben zu starten, wunderbar ruhige Luft, die Berge und die Sonne, die hinter den Bergen verschwand! Und genau da bin ich hingeflogen –in den Sonnenuntergang! Was für ein unvergleichbares Erlebnis! Vielen vielen Dank, dass ihr mir all das und noch viel mehr möglich gemacht habt!
Wie kann man da noch freiwillig in den Alltag zurück wollen? Für mich ist Lüsen eine ganz andere Welt geworden. Mein Mund sprudelt nur so und das ohne Speedsystem, weshalb alle anderen in meiner näheren Umgebung auch am liebsten die Ohren anlegen würden. Ich warte bereits auf die nächsten Ferien!
Bis dahin, liebe Grüße von dem „Häschen“ (aka Maike)

